Das Haus Oskar im südböhmischen Dorf Kamenná Lhota ist das Eigenheim des Prager Architekten Jan Žaloudek - ein Rückzugsort für ihn und seine Frau, die Kunsthistorikerin und Schriftstellerin Jolanta Trojak - in den ehemaligen Gärten und der barocken Scheune eines benachbarten Schlosses.
Das Haus, das nach dem Komponisten Oskar Nedbal benannt ist, ist sowohl von der ländlichen Tradition als auch vom Konzept einer Kapelle inspiriert, die durch die Zwänge des Baus auf einem kulturhistorisch geschützten Grundstück gemildert wird. Die langgestreckte Form und das Satteldach erinnern an traditionelle landwirtschaftliche Gebäude, während das Hauptmerkmal, die perforierte südliche Giebelwand, wie ein Paravent wirkt und den Innenraum mit wechselnden Schatten- und Sonnenmustern belebt. Nischen an jeder Fassade bilden Loggien und Eingänge, die das Haus selbst atmen lassen: Es kann sich vollständig zum Obstgarten und zu den Feldern hin öffnen oder für einen Rückzugsort schließen.
Im Inneren ist die Farbpalette sparsam: weiße Stuckwände, Betonböden, maßgefertigte Eschenmöbel, Granit und tschechische Lärche. Skulpturale Elemente, Nischen und Bögen sind eine Anspielung auf die kirchliche Architektur. Darüber hinaus haben Žaloudek und Trojak den Raum als Gesamtkunstwerk konzipiert, das der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, sei es durch Vermietung oder als Ort für Künstleraufenthalte, Veranstaltungen und Workshops. Das Haus Oskar ist mehr als ein privates Wohnhaus, es ist eine Studie darüber, wie Kunst, Architektur und Landschaft zu einer Einheit verschmelzen.
Fotografiert von Boys Place Nice für Jan Žaloudek.
Oben: Die weiße Stuckfassade nimmt den Farbton und die Textur der benachbarten Gebäude auf. Das Dach ist mit gebrannten Keramikziegeln gedeckt, und die Verschattungspaneele sind aus weiß gekalkter tschechischer Tanne und Fichte gefertigt.
Oben: Das Haus kann sich entweder vollständig zur Landschaft hin öffnen oder sich schließen, um seine meditative Qualität zu betonen.
Oben: Die Südfassade mit ihrer perforierten Giebelwand weist ein 6 Fuß breites Rundfenster auf.
Oben: Der Esstisch ist der Oku Dining Table mit dem Bufala Chair und dem NY11 Chair, alle von Nor11. Das Trio der Pendelleuchten sind die System Pendelleuchten von Bega.
Oben: Licht fällt in das Wohnzimmer, das mit poliertem Betonboden, dem HAY Quilton Sofa, dem Norr11 Gear Beistelltisch, einem Wandteppich aus ungefärbter Schafwolle (Rug No. 07 bei Cappelen Dimyr) und einem Trio aus Washi-Papier-Lampenschirmen von Ferm Living gestaltet ist.
Oben: Ein Blick in das Wohnzimmer mit offenen Türen,
Oben: Eine geschwungene Holzküche mit einer Insel aus indischem Shivakashi-Granit, kombiniert mit Norr11 NY11 Eichenhockern.
Oben: Eine traditionelle Maske aus Gabun in der Nähe einer Wendeltreppe, die zum Schlafzimmer und zum Studio im Obergeschoss führt.
Oben:
Oben: Die maßgefertigten Holzmöbel und Skulpturen im ganzen Haus wurden von Jan Žaloudeks Praxis entworfen und hergestellt. Die Bettwäsche hier stammt von Marieli.
Oben: Eine Reihe von Skulpturen unter den Fenstern des Dachgeschosses.
Oben: Ein kompaktes Gästezimmer und ein Arbeitsbereich im Dachgeschoss; hier ist der Hippo Chair von Forom. zu sehen,
Oben: Die Noguchi Akari 1A Tischleuchte und der Ferm Living Rico Lounge Curved Chair.
Oben: Ein Meditationsraum, ausgestattet mit einem Ferm Living Athens Rug, einem FRAMA Easy Chair 01 und der Noguchi Akari 10A Lampe.
Oben: Im Hauptbadezimmer steht ein Waschbecken aus rotem Travertin Lola von Talka.
Oben: Ein maßgefertigter Waschtisch aus Eichenfurnier kontrastiert mit rosabraunen, vertikal verlegten Fliesen.
Oben: Žaloudek geht über das Grundstück.
Oben: Haus Oskar inmitten der historischen Anlage.
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