Der Begriff “Loving Hands at Home” wird normalerweise spöttisch für Bastelprojekte verwendet, passt aber – und zwar ausschließlich im positiven Sinne – perfekt zu dieser stilvollen DIY-Renovierung einer Hütte. Das gilt umso mehr, wenn man die Hintergrundgeschichte kennt: Die Innenarchitektin Andrea Moore aus Melbourne vom Studio Moore tat sich mit ihrem Vater Lindsay Moore zusammen, einem halbpensionierten Tierarzt bei #skillz, um das baufällige Familienanwesen auf dem Land in drei Ferienhäuser zu verwandeln. Andreas Mutter verstarb gerade zu dem Zeitpunkt, als das Ross-Farm-Projekt in die Gänge kam: “Es war eine treibende Kraft, etwas zu schaffen, auf das sie wirklich stolz gewesen wäre”, erzählte Andrea The Design Files.
Heute stellen wir die erste – und bescheidenste – Wohnung vor, die die beiden in Angriff genommen haben: eine Hütte mit einem Schlafzimmer, die in den 1960er Jahren gebaut wurde. Sie verfügt nun über ein japanisches Bad und einen der beeindruckendsten Ikea-Küchen-Hacks, die wir je gesehen haben.
Fotos: Lachlan Moore, mit freundlicher Genehmigung von Studio Moore und Ross Farm.
Oben: Die Hütte liegt auf dem Gelände einer ehemaligen kleinen Milchfarm, einen Kilometer außerhalb der Ortschaft Meeniyan in South Gippsland, Victoria, etwa zwei Autostunden südöstlich von Melbourne. Die beiden anderen Ferienunterkünfte der Ross Farm gehören zum Anwesen, bieten jeweils eigene Ausblicke und können einzeln oder als Gruppe gemietet werden.
Oben: Im Wohnzimmer trifft Sperrholz auf Salbeigrün und abgenutztes Leder. Die mit Zedernholz eingefassten Fenstertüren wurden eingebaut, um die Aussicht optimal zur Geltung zu bringen. (“Wir hatten sie schon einige Jahre zuvor erworben und für schlechte Zeiten aufbewahrt.”)
“Es war Papas großartige Idee, diese alten Gebäude in interessante Unterkünfte zu verwandeln”, sagt Andrea. “Wir wollten einfach experimentieren und das umsetzen, was uns möglich war. Ich habe den Großteil der Möbel, Leuchten und Türbeschläge entworfen, und Papa hat sie unten in seinem Schuppen gefertigt. Da es sich um ein Ferienhaus handelt, konnten wir unsere Ideen ein bisschen weitertreiben und Dinge ausprobieren, die man in der eigenen Wohnung vielleicht nicht machen würde.”
Oben: Das Foto über dem Sofa zeigt den Wilsons Prom, den Nationalpark gleich um die Ecke – es (und alle Fotos der Hütte) wurden von Andreas Bruder, Lachlan Moore, aufgenommen.
Oben: Die Kombination aus zartem Grün und hellem Holz setzt sich im Essbereich fort. “Die Hüttenästhetik ist zugleich rustikal und raffiniert und lässt sich von der lokalen Landschaft inspirieren, wobei sie Anleihen bei dänischen und japanischen Stilelementen nimmt”, sagt Andrea. Hier und da haben Andrea und Lindsay Entwürfe ihrer bevorzugten kleinen Werkstätten integriert: Die Hängeleuchte ist die „Loop Pendant“ des Lederateliers IEFrancis aus Melbourne.
Oben: Vater und Tochter haben der Ikea-Küche der Hütte mit einer Spüle aus Beton, einem massiven Holzschneideblock sowie einer Arbeitsplatte und einer Rückwand aus glänzendem Messing ein völlig neues Aussehen verliehen. Die vorhandenen Schränke haben sie mit Fronten aus geschwärztem Stahl und Griffen aus gefaltetem Stahl aufgewertet, die sie von einem Metallbauer anfertigen ließen.,
Oben: Direkt neben der Küche befindet sich ein Gemüsegarten, aus dem sich die Gäste gerne bedienen dürfen. Außerdem gibt es frische Eier von den Hühnern der Ross Farm.
Oben: Das japanische Bad befindet sich in einem ehemals baufälligen Schuppen, der an die Hütte angebaut war. “Der gesamte Raum ist mit Zypressenholz aus den umliegenden Hügeln ausgekleidet”, sagt Andrea. “Es duftet sehr intensiv, und die Art und Weise, wie das Holz das Wasser isoliert, sorgt für ein unvergessliches Badeerlebnis.”
Oben: Stücke wie der Hocker aus Zypressenholz sind Prototypen, die von Andrea entworfen und von Lindsay gefertigt wurden.
Oben: Das Badezimmer verfügt über ein selbstgebautes Waschbecken aus Zypressenholz und eines der mit Zypressenholz gerahmten Fenster, die die bisherigen Aluminiumfenster ersetzt haben. Der Spiegel ist geschickt auf einem freistehenden Messingständer platziert, der zudem einen kleinen Tisch und einen Handtuchhaken umfasst. “Da es unser eigenes Projekt war, konnten wir ganz organisch vorgehen”, sagt Andrea. “Die meisten Ideen schwirrten mir im Kopf herum oder wurden auf der Rückseite von Servietten ausgearbeitet.”,
Oben: Ein weiteres neues Fenster bringt Grün ins Schlafzimmer. Die Fensterbank dient als Tisch und Sitzgelegenheit.
Oben: Das Bett ist in eine Nische aus knotigem Sperrholz eingelassen, an deren einer Seite sich ein integrierter Schrank befindet.
Oben: Zwischen der Hütte und ihrer Garage befindet sich zudem ein abgeschiedener Dusch- und Waschbereich im Freien. Besuchen Sie Ross Farm, um mehr zu erfahren und eine Reservierung vorzunehmen.
Hier sind drei weitere unserer Lieblingshütten:
- Unplugged: Die völlig netzunabhängige Hütte eines jungen Paares in den Wäldern von New Hampshire
- Ein Architekt entwarf – und baute – eine Hütte am See für unter $40.000
- Das stimmungsvolle Häuschen eines Fotografen im ländlichen Deutschland